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11-pinhole-images

11-Loch-Arbeiten, 24 pages, 18 BW plates, 21x29cm, published 2000, with a German written essay by Gerhard Glueher. 9,80 Euros plus shipping.

 

Pinhole – old technique, but new ideas

In 1993, after experimenting with different pinhole cameras, Thomas Kellner built two important cameras. One was a panorama-camera for the complete length of a 35mm-film and the second one for large format film with 11 pinholes. The results in this bw-published exhibition catalog are multiperspectively repeatedly captured objects.
Working with this camera between 1993 and 1998 inn different projects and changing themes consequently lead into the deconstructed multiple composed image. 1997 those images were the starting point for his contactshhets of 35mm films.


“Numerously contorted and from the orthogonal shifted segments of the picture demand a continuous alteration in the direction of view and location to align oneself as usual in accordance with gravity. As this is impossible, we are continuously forced to ask ourselves where we are within the picture’s depth at present. Already slight discrepancies in the axis given suffice to confuse view and orientation which sometimes reminds of a dream’s irrationality.
Yet to me Kellner’s works are like stories from dreams which we can only recollect in pieces after we have awakened and with which it is so hard to recapitulate the linearity of the “narrative”. Different times, distances, perceptions intertwine; leaps and illogical sequences alternate with seemingly realistic pictures until the imagined disappears within the fog of oblivion.”  (Gerhard Glüher)

Camera obscura – alte Technik, neue Impulse 

1993 baute Thomas Kellner nach anfänglichen Experimenten mit verschiedenen Lochkameras zwei für seinen Werdegang entscheidende Kameras. Eine Panoramakamera für die gesamte Länge eines 35mm-Films und eine Kamera Planfil mit 11 Lochblenden. Das Ergebnis im Band „11-Loch-Arbeiten“ sind schwarz-weiße, multiperspektivische, sich im Bild mehrfach wiederholende Objekte.
Die immer wieder neue Auseinandersetzung mit dieser Kamera und wechselnden Themen führte ihn in der Konsequenz zum komponiert dekonstruiert multiplen Bild. Diese waren am Ende seit 1997 Ausgangspunkt für seine Kontaktbögen des 35mm-Films.


„Vielfach ineinander verdrehte und aus der Orthogonale verschobene Bildsegmente verlangen einen ständigen Wechsel der Blickrichtung und des Standortes, um die gewohnte Ausrichtung gemäß der Schwerkraft vornehmen zu können. Da dies unmöglich ist, sind wir ständig gefordert, uns zu fragen, wo wir uns gegenwärtig im Tiefenraum des Bildes befinden. Bereits wenige Grade der Abweichung von der vorgegebenen Achse genügen, um den Blick und die Orientierung in einen Taumel zu versetzen, der gelegentlich an die Irrationalität der Traumbilder erinnert.
So sind Kellners Arbeiten für mich wie Geschichten aus Träumen, an die wir uns nach dem Erwachen auch nur bruchstückhaft erinnern und bei denen es so schwer ist, die Linearität der „Erzählung“ zu rekapitulieren. Verschieden Zeiten, Entfernungen, Wahrnehmungen schieben sich ineinander, Sprünge und unlogische Sequenzen wechseln mit scheinbar höchst realistischen Bildern, bis das Imaginierte wieder im Nebel des Vergessens verschwindet.“


 

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Thomas Kellner

Friedrichstrasse 42

D-57072 Siegen

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